Forschung für klimafitte Industrie

Ein stilisierter Globus auf dessen Oberfläche Windräder, Häuser und Fabriken in Übergröße bebaut sind.
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Die Herausforderungen in der produzierenden Industrie wie der Metallurgie oder im Bereich der Kunststoffverarbeitung sind vielfältig – von Effizienz verbessern über Ressourcen schonen bis hin zu klimaneutralen Produktionsprozessen. Diesen Themenkreisen widmen sich drei neue Forschungsvorhaben im Rahmen des bundesweiten Förderprogramms COMET und mit Kofinanzierung des Landes OÖ unter der Leitung von Forschungszentren aus dem UAR Innovation Network. Die Forschungsvorhaben haben ein Gesamtvolumen von rund 13,2 Mio. Euro und eine Laufzeit von 4 Jahren.

Die folgenden Innovationsvorhaben haben im Rahmen des bundesweiten Förderprogramms COMET (Competence Centres for Excellent Technologies) eine Finanzierungszusage erhalten. Zwei höchst wettbewerbsintensive Förderausschreibungen wurden zeitgleich entschieden (3. Ausschreibung COMET Module und 9. Ausschreibung COMET Projekte).

 

Digitalisierung als Hebel

Im Fokus des COMET Projekts „ProMetHeus“ steht die Verschränkung von Metallurgie und Digitalisierung, woraus sich hohe Effizienzsteigerungen sowie neue Fertigungsmöglichkeiten ergeben sollen. Teil des schlagkräftigen Konsortiums mit insgesamt 20 Partnern, angeführt vom Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen (LKR) sind unter anderem die Firmen Hammerer Aluminium Industries, EREMA Engineering Recycling Maschinen und Anlagen und voestalpine sowie die wissenschaftlichen Partner FH OÖ Campus Hagenberg, RISC Software und RECENDT.

Transformation zu CO2-neutralen Prozessen
Ziel des COMET-Moduls „PlasmArc4Green“ im Rahmen des metallurgischen Kompetenzzentrums K1-MET ist der nachhaltige Wissensaufbau im Bereich plasma- bzw. lichtbogenbasierter Metallproduktionsprozesse, um die Transformation hin zu CO2-reduzierten und CO2-neutralen Produktionstechnologien zu ermöglichen bzw. zu beschleunigen.  Partner in diesem Forschungsvorhaben sind unter anderem die Unternehmen voestalpine Stahl und Primetals Technologies Austria, sowie die Johannes Kepler Universität Linz (JKU).

Hohe Lebensdauer bei voller Funktionalität
Das COMET Modul „Repairtecture“ fokussiert auf innovative Ansätze für die Wiederverwendung von Kunststoffprodukten, um die Lebensdauer bei voller Funktionalität zu verlängern – wie u.a. Vorhersagemodelle für den Reparaturbedarf, sogenannte selbstheilende Kunststoffe sowie Klebstoffe mit speziellen Eigenschaften. Konsortialführer ist das Polymer Competence Center Leoben (PCCL), welches das Vorhaben unter anderem mit namhaften Industriepartnern wie z.B. FACC Operations und Wilhelm Schwarzmüller aus Oberösterreich umsetzt. Zudem leitet PCCL ein weiteres neues COMET Modul.

Neben den genannten Projekten sind das Linz Center of Mechatronics (LCM) aus dem UAR Innovation Network sowie die Industriepartner Pierer Innovation und Wintersteiger zudem am COMET Projekt „DiMo-NEXT” beteiligt, welches sich der Analyse von Bewegung im Kontext von Sport & Fitness widmet.