"QuantumReady" bei SCCH in Hagenberg
27. November 2025
Hagenberg im Mühlkreis wurde am Montag, 24. November 2025, zum Zentrum europäischer Zukunftstechnologien. Europaministerin Claudia Plakolm, Wissenschafts- und Forschungsministerin Eva-Maria Holzleitner, Oberösterreichs Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner sowie Patrick Lobis, Leiter der Vertretung der EU-Kommission in Österreich, besuchten das Software Competence Center Hagenberg (SCCH), um sich ein Bild vom EU-Aufbauplan-Projekt „QuantumReady“ zu machen. Das Forschungsprojekt zeigt eindrucksvoll, wie Quantentechnologien für Österreichs Wirtschaft nutzbar gemacht werden können – insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen.
Im Mittelpunkt der Projektpräsentation stand die Frage, wie künftige Quantencomputer reale wirtschaftliche Herausforderungen lösen können. „QuantumReady“ entwickelt gemeinsam mit Unternehmen konkrete Anwendungsfälle und testet diese mit Simulationsmodellen. Dadurch erhalten KMU erstmals eine fundierte Entscheidungsgrundlage, ob und in welchem Bereich sich ein Einstieg in Quantencomputing lohnt. Projektpartner sind neben dem SCCH die Johannes Kepler Universität Linz, ESS Engineering Software Steyr sowie die HAKOM Time Series GmbH.
„Zukunft wird hier nicht nur angekündigt, sondern gebaut“, betonte Europaministerin Plakolm. Der EU-Aufbauplan zeige in Hagenberg exemplarisch, wie europäische Investitionen direkt in den Regionen wirksam werden. Für sie ist klar: Wer heute in Quantentechnologien investiert, gestaltet die digitale Welt von morgen entscheidend mit.
Auch Wissenschafts- und Forschungsministerin Holzleitner hob den Stellenwert des Projekts hervor: „Quantentechnologien sind ein Schlüssel für ein modernes, resilienteres Europa.“ Dank der Aufbauplan-Mittel könne Österreich Talente ausbilden, Forschung beschleunigen und Wissen rascher in die Praxis bringen. Die Investitionen seien ein klares Bekenntnis dazu, Forschung nicht als Kostenfaktor, sondern als Grundvoraussetzung für Fortschritt zu verstehen.
Landesrat Achleitner unterstrich die strategische Bedeutung für Oberösterreich: Im Programm #upperVISION2030 wurden Quantentechnologien als zusätzliche Schlüsseltechnologie verankert. „Mit Projekten wie ‚QuantumReady‘ stärken wir die Innovationskraft unserer Unternehmen nachhaltig“, so Achleitner. Ein starkes Europa sei dafür unerlässlich, denn technologische Führungspositionen entstünden dort, wo Chancen schnell und entschlossen genutzt werden.
EU-Vertreter Lobis verwies auf Österreichs überdurchschnittliche Forschungsquote von 3,4 Prozent des BIP. Das Projekt zeige, was hinter diesen Zahlen stehe: „Forschung ist der Schlüssel für Europas Zukunft und Unabhängigkeit.“ Über die Initiative „Quantum Austria“ unterstützt die EU bis 2026 österreichische Quantentechnologieprojekte mit 107 Millionen Euro.
Neben „QuantumReady“ wurden weitere Forschungsarbeiten des SCCH vorgestellt – darunter der KI-gestützte Selbstbedienungsautomat „KeA“, der Behördengänge sicher erleichtern soll, sowie Initiativen für inklusive Arbeitsplätze in der Datenannotation für KI-Systeme.
Der EU-Aufbauplan stellt Österreich bis 2026 rund vier Milliarden Euro an Zuschüssen zur Verfügung. Ziel ist es, Wirtschaft und Gesellschaft widerstandsfähiger, digitaler und nachhaltiger zu gestalten. Österreich zählt zu den erfolgreichsten Mitgliedstaaten bei der Umsetzung und Auszahlung der vorgesehenen Mittel.
Mit „QuantumReady“ zeigt Hagenberg, dass Hightech-Forschung nicht im Labor bleibt, sondern in konkrete Vorteile für Unternehmen und Bevölkerung mündet – und dass europäische Zusammenarbeit entscheidend dazu beiträgt.
Nähere Informationen:
https://www.scch.at/aktuelles/news/detail/quantum-ready
https://www.bundeskanzleramt.gv.at/eu-aufbauplan/projekte/quantum-austria.html