SCCH beschleunigt Technologietransfer mit neuer Innovationsgesellschaft

Ein wichtiger Meilenstein für den Innovationsstandort Oberösterreich: Die SCCH-Geschäftsführer und Gesellschafter beim Notariatsakt zur Gründung der SCCH Innovations GmbH. V.l.: DI Dr. Klemens Springer, Obmann Verein der Partnerfirmen des SCCH, Dipl.-Umweltwiss. Mag. Markus Manz, Geschäftsführer SCCH, Univ.-Prof. Mag. Dr. Rick Rabiser, Wissenschaftlicher Geschäftsführer SCCH, Mag.a Christiane Tusek, Vizerektorin JKU, DI Dr. Wilfried Enzenhofer, MBA, Geschäftsführer UAR. (Fotograf: UAR; Bildrechte: UAR)

Mehr Wertschöpfung aus Forschung: SCCH setzt auf Beteiligungen, Spin-offs und Joint Ventures

Das Software Competence Center Hagenberg (SCCH) hebt den Technologietransfer auf die nächste Stufe und gründet mit der SCCH Innovations GmbH eine eigene Gesellschaft für Beteiligungen, Spin-offs und Joint Ventures. Ziel ist es, vielversprechende Technologien und Geschäftsmodelle noch schneller aus der Forschung in die wirtschaftliche Anwendung zu bringen und daraus neue Unternehmen, hochwertige Arbeitsplätze und zusätzliche Wertschöpfung für Oberösterreich zu schaffen.

Innovationstreiber der digitalen Transformation

Als Österreichs einziges COMET-Zentrum für Data Science und Software Science zählt das SCCH zu den führenden Forschungs- und Innovationspartnern von Wirtschaft und Industrie. Rund 130 Mitarbeiter:innen entwickeln gemeinsam mit Unternehmen wie Siemens Energy, Sprecher Automation, KEBA, Fronius, ENGEL, TRUMPF oder voestalpine digitale Technologien der Zukunft – von Künstlicher Intelligenz über datengetriebene Analytik bis hin zu intelligenten Softwaresystemen. Die hohe Relevanz für die Wirtschaft zeigt sich auch in den Zahlen: Das Volumen der Auftragsforschung konnte seit 2022 nahezu verdoppelt werden.

Vorreiter zeigen das Potenzial

Mehrere Beteiligungen und Unternehmensgründungen verdeutlichen bereits die Chancen dieses Modells.  Gemeinsam mit TÜV AUSTRIA etablierte das SCCH 2023 mit TRUSTIFAI den österreichischen Prüf- und Zertifizierungshub für vertrauenswürdige KI-Systeme. Im Unterschied zu klassischen Zertifizierungen von Managementsystemen bewertet TRUSTIFAI die KI-Systeme selbst. Mehr als 330 Prüfkriterien schaffen die Grundlage für den sicheren Einsatz von Künstlicher Intelligenz in sensiblen Bereichen wie Industrie, Gesundheitswesen und Mobilität.

Ein weiteres Beispiel ist das KI-Spin-off Responsible Annotation Services (RAS). Das Unternehmen verbindet hochwertige Datenannotation für KI-Anwendungen mit gesellschaftlicher Wirkung und schafft qualifizierte Arbeitsplätze für Menschen im Autismus-Spektrum. SCCH ist mit zehn Prozent an dem Unternehmen beteiligt und begleitet dessen Weiterentwicklung als strategischer Partner.

Wie Forschung aus Oberösterreich den Weg in internationale Märkte findet, zeigt SYSPARENCY: Das gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen ReqPOOL gegründete Unternehmen unterstützt Organisationen bei der Modernisierung komplexer Legacy-Systeme und der nachhaltigen Transformation ihrer IT-Landschaften. Nach erfolgreichen Projekten in Österreich und Deutschland ist das Unternehmen mittlerweile auch am US-Markt aktiv.

 

Weitere Informationen auf OTS in der Presseaussendung vom 19.07.2026