Spitzenforschung für eine nachhaltige Zukunft

Forschungszentren starten in die nächste Runde

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Drei aus dem bundesweiten COMET-Programm geförderte K1-Kompetenzzentren aus dem UAR Innovation Network – Pro2Future, Polymer Competence Center Leoben (PCCL) und FFoQSI – konnten sich erfolgreich bei der wettbewerbsintensiven 7. Förderausschreibung des Bundes behaupten und sichern sich die Finanzierung von rund 20,7 Millionen Euro je Zentrum für die ersten vier, von insgesamt acht Jahren. Weiters sind oberösterreichische Leitbetriebe und Forschungszentren an der Innovationsarbeit des genehmigten Neuantrags Battery4Life beteiligt. Dieses neue Zentrum, welches auch vom Land Oberösterreich gefördert wird, wird einen erheblichen Beitrag zur Elektrifizierung der Mobilität leisten. Die Zentren adressieren den Themenbereich Nachhaltigkeit auf unterschiedlichen Ebenen:

Pro2Future – Nachhaltiger und ressourceneffizienter Einsatz von Künstlicher Intelligenz

Das Forschungsprogramm Pro2Future konzentriert sich auf die Künstliche Intelligenz (KI) in der Industrie. Produkte und Produktionssysteme sollen durch eingebettete föderierte Intelligenz kognitiv, nachhaltig und menschenzentriert werden. Dabei spielt der Einsatz von ressourceneffizienter, an der industriellen Realität orientierter KI durch völlig neue technologische Ansätze eine wesentliche Rolle. KI soll nicht nur den Weg Richtung Nachhaltigkeit ebenen, sondern auch selbst nachhaltiger werden. Zentraler wissenschaftlicher Partner des Zentrums mit Hauptsitz in Linz ist die Johannes Kepler Universität Linz. Das außerordentlich hohe und breite Interesse von Firmenpartnern unterstreicht die Relevanz des Forschungsprogramms. Aus Oberösterreich sind unter anderem die Unternehmen Fronius International, voestalpine, Primetals Technologies, KEBA, Lenzing, Dynatrace und STIWA Teil des Konsortiums.

PCCL – Neue Maßstäbe für Nachhaltigkeit in der Kunststoffindustrie

Mit dem genehmigten Forschungsprogramm „Centre for Circularity, Functionality and Digitalization in Polymer Technologies“ betont das PCCL seinen Einsatz für eine nachhaltige Zukunft mit Fokus auf Kreislaufwirtschaft und zuverlässigem Produktdesign, nicht zuletzt durch den Einsatz von digitalen Lösungen. Vorrangiges Ziel ist es, Ressourcen effizienter zu nutzen und gleichzeitig die Produktqualität zu bewahren. Mithilfe von KI-gestützten, energieeffizienten und rohstoffoptimierten Produktionstechnologien, soll die Innovationskraft der Industrie weiter beschleunigt werden. Das PCCL arbeitet eng mit Partnern aus dem UAR Innovation Network zusammen, darunter die Silicon Austria Labs (SAL) und das Transfercenter für Kunststofftechnik (TCKT). Zu den Industriepartnern zählen namhafte Unternehmen wie Burg Design, Hansa-Flex Hydraulik, KIAS Recycling und RICO Elastomere.

FFoQSI – Nachhaltige und sichere Lebensmittelproduktion

Das Austrian Competence Centre for Feed and Food Quality, Safety & Innovation – kurz FFoQSI – verfolgt das Ziel, mittels technologischer Innovationen die heimische Lebens- und Futtermittelproduktion sicherer und nachhaltiger zu machen. Der Themenbereich ist durchwegs vielschichtig und von großer Bedeutung, da die Nahrungsmittelproduktion vor einem Wandel steht, um fit für die Zukunft zu werden. Daher präsentiert sich das Zentrum in einem modularen Aufbau, der die Bereiche Lebensmitteltechnologie, Nachhaltigkeit, sensorgestützte Monitoringkonzepte und Lebensmittelhygiene kombiniert. Die FH Oberösterreich ist Mitgesellschafterin des Zentrums, welches am FH OÖ Campus Wels auch einen Standort betreibt. Neben der FH Oberösterreich ist zudem auch RECENDT aus dem UAR Innovation Network wissenschaftlicher Partner. Als Unternehmenspartner sind u.a. die oö. Firmen Fischer Brot, Pöttinger, Lenzing Plastics, agromed Austria und Salinen Austria Teil des Konsortiums.

Battery4Life – Nachhaltige und sichere Batterien für die E-Mobilität von morgen

Mit dem Fokus auf die E-Mobilität von morgen hat sich das neue COMET K1-Zentrum Battery4Life zum Ziel gesetzt, die Sicherheit und Nachhaltigkeit von Lithium-Ionen-Batterietechnologien zu verbessern. Dazu soll ein umfassendes Verständnis des Batterieverhaltens in kritischen Situationen aufgebaut werden, unter Berücksichtigung mobiler und stationärer Anwendungen. Potenzielle chemische, thermische, elektrische und mechanische Risiken sollen minimiert und das Verhalten von Elektrofahrzeugen bei Unfällen optimiert werden. Dies bringt viele positive Aspekte mit sich: mehr Sicherheit, längere Batterielebensdauer, weniger Bedarf an seltenen Rohstoffen, reduzierter CO2-Fußabdruck und höhere Akzeptanz klimaneutraler Technologien. Aus Oberösterreich wird das JKU LIT Law Lab seine Expertise als wissenschaftlicher Partner in rechtlichen Fragestellungen einbringen. Die oö. Unternehmen Fronius International, Wacker Neuson sowie Dr. Steffan Datentechnik sind als Unternehmenspartner Teil des Konsortiums.