04. September 2017

Hochfrequenztechnik des Silicon Austria in OÖ

Mit Silicon Austria bekommt Österreich ein neues Spitzenforschungszentrum für Mikroelektronik auf Weltniveau. Mit dem Zentrum soll Österreich höchste internationale Sichtbarkeit erreichen und an die Spitze in diesem Technologiesegment rücken. Drei Standorte mit unterschiedlichen Schwerpunkten – sogenannten Competence Leads – werden in Linz, Villach und Graz errichtet. Oberösterreich übernimmt den Competence Lead im Bereich Hochfrequenztechnik. Das Zentrum soll in den kommenden Jahren insgesamt 500 neue Top-Arbeitsplätze in Österreich bringen.

 

In Oberösterreich werden in etwa 70 neue hochqualifizierte Arbeitsplätze am neuen Zentrum entstehen. Auf lange Sicht wird die Forschungsleistung des Zentrums erhebliche Skalierungseffekte bewirken. Die Entwicklungsarbeit wird in OÖ einen massiven Innovationsschub in strategisch wichtigen Technologiesegmenten wie Industrie 4.0 oder Autonomes Fahren bewirken“, sagt Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer.

„Exzellente Kompetenzen in der Forschung und Entwicklung, ein entsprechendes, international agierendes Unternehmensumfeld, die enge Vernetzung von Forschung und Wirtschaft, eine leistungsstarke Infrastruktur und hochmodernes Equipment bilden eine ausgezeichnete Basis dafür, den Competence Lead zum Thema Hochfrequenztechnik am Standort Oberösterreich zu etablieren“, betont Forschungs- und Wirtschaftsreferent Landeshauptmann-Stv. Dr. Michael Strugl.

Das Land OÖ wird allein für die Aufbauphase des Competence Leads zum Thema Hochfrequenztechnik in den nächsten 5 Jahren insgesamt 12,5 Mio. EUR zur Verfügung stellen. Direkt am Campus der Johannes Kepler Universität Linz (JKU) wird ein Open Innovation Center (OIC) errichtet. Kern des OIC wird die die Pilotfabrik ‚LIT Factory‘ sein. Künftig werden hier auch Flächen für die Forschungsarbeit der Silicon Austria Labs zur Verfügung stehen. Zu den treibenden Organisationen des Competence Leads Hochfrequenztechnik zählen vor allem das Linz Institute of Technology (LIT) der Johannes Kepler Universität Linz (JKU) sowie das neue COMET K2-Zentrum für Symbiotische Mechatronik an der Linz Center of Mechatronics GmbH (LCM), einer Beteiligungsgesellschaft der UAR.  

„Die Kepler Universität kann auf Jahrzehnte an Erfahrung in der Entwicklung von Hochfrequenzsystemen verweisen, unsere Expertise ist unbestritten“, unterstreicht Rektor Lukas. „Das künftige Forschungszentrum profitiert von unseren Stärken in dem Bereich und bündelt das Wissen mit zahlreichen Partnerinnen und Partnern aus den unterschiedlichsten Bereichen – ein weiteres wesentliches Beispiel der Linzer Ingenieurskunst.“

„Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit von Silicon Austria wird einen massiven Innovationssprung bringen, von dem nicht nur die Firmen der heimischen Mikroelektronik-Branche, sondern auch die Unternehmen auf der Anwenderseite massiv profitieren werden“, unterstreicht Johannes Gschwandtner, Chief Executive Officer der technosert electronic GmbH die Bedeutung des Zentrums für die Wirtschaft.

Für die laufenden Verhandlungen mit dem bmvit hinsichtlich inhaltliche, fachliche und rechtliche Details wurde der Upper Austrian Research GmbH die Projektkoordination seitens des Landes OÖ übertragen. In dieser Rolle wird die UAR in laufender Abstimmung mit der Abteilung Wirtschaft und Forschung in den Verhandlungen die Interessen des Landes OÖ sowie der oö. Stakeholder vertreten und alle Aktivitäten in Hinblick auf den Aufbau des Competence Leads in OÖ koordinativ begleiten.

An der gemeinsamen Trägergesellschaft Silicon Austria Labs GmbH (mit Sitz in Graz) wird das Land OÖ mit 4,95 % beteiligt sein. Geplant ist, dass die Upper Austrian Research GmbH diese Anteile übernimmt und als Gesellschafter agiert. „Als Mitgesellschafter des Forschungszentrums wird die UAR nachhaltig bei der strategischen Weiterentwicklung mitwirken. Als Forschungsleitgesellschaft des Landes OÖ bringt die UAR die entsprechend erforderliche Expertise mit“, sagt LH-Stv. Dr. Strugl.

Bild: v.l.: DI Dr-Ing. Johann Hoffelner, Chief Scientific Officer Linz Center of Mechatronics GmbH, Univ.-Prof Dr. Meinhard Lukas, Rektor Johannes Kepler Universität Linz, Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer, Wirtschafts- und Forschungsreferent LH-Stv. Dr. Michael Strugl, Johannes Gschwandtner, Chief Executive Officer technosert electronic GmbH und DI Dr. Wilfried Enzenhofer, Geschätsführer Upper Austrian Research.

© Land OÖ/Kraml, Verwendung nur mit Quellenangabe