07. Oktober 2015

Kompetenzzentrum Holz: Zwei neue Forschungsprojekte

In der Förderschiene "Produktionsstandort 2050 - Industrie 4.0" bzw. "Horizon 2020" wurde je ein eingereichtes Projekt des Kompetenzzentrum Holz genehmigt.

Projekt "Smart Wood Impedanz Papier Sensors" (SWIPS)

Das Projekt SWIPS wurde in der Förderschiene des Landes OÖ „Produktionsstandort OÖ: 2050: Industrie 4.0." genehmigt.

Ziel ist die Entwicklung von Sensoren als innovative Analysemethode in der Holzwerkstoffindustrie. Kommerzielle Sensoren auf Polyamidbasis sind nur bedingt für die Bedürfnisse der Holzindustrie geeignet. Im Projekt SWIPS sollen daher diese Sensoren durch kostengünstige gedruckte Sensoren auf einem Papiersubstrat ersetzt werden. Projektziel ist die Entwicklung eines Papier-Impedanzsensors mit gedruckter ID Elektrode zur Vermessung, Charakterisierung und Optimierung der Vernetzung und Aushärtung von Adhesiven direkt in Holzklebefugen für Holzverbunde und Holzverbund-Leichtbausysteme. Der zu entwickelnde Sensor soll für eine realis-tische Messung hinreichend durchlässig für Wasserdampf und andere Fragmente der Vernetzungsreaktion sein.

Wood K plus gelang es in der Förderschiene "Produktionsstandort OÖ: 2050: Industrie 4.0" für 3 Jahre rund 385.000 € Förderungen für die Sensorentwicklung zu lukrieren. Gemeinsam mit der Abteilung Physik der Weichen Materie (SOMAP) der JKU als wissenschaftlicher Part-ner und der SCIO Holding GmbH als Spezialist für gedruckte Elektronik soll es gelingen das Projekt erfolgreich umzusetzen.

Wood K plus wird in diesem Projekt u.a. zwei Masterarbeiten finanzieren. Die anteiligen Fördermittel der JKU werden hauptsächlich für die Finanzierung eines Dissertanten für 3 Jahre genutzt.

Durch die Förderung des Projekts SWIPS gelingt es, die Zusammenarbeit von Wood K plus, der JKU (SOMAP) und der SCIO Holding zu stärken, eine kritische Größe zu erreichen und die Chance auf eine erfolgreiche Umsetzung des Projektes zu erhöhen.

Gruppenbild beim Kick-off Meeting (v.l.n.r.: Dr. Uwe Müller (Wood), Franz Padinger (SCIO), Dr.in Claudia Pretschuh, Dr. Andreas Haider (beide Wood), Dirk Ide (SCIO), Dr. Reinhard Schwödiauer, Prof. Siegfried Bauer, Thomas Stockinger (alle SOMAP))
© WOOD Kplus

ERIFORE: Europa als Marktführer in biobasierter Forschung und Innovation

Das EU-Projekt „European Research Infrastructure for Circular Forest Bioeconomy", kurz ERIFORE, zielt auf die Etablierung Europas als weltweit führenden Standort der biobasierten Forschung und Innovation ab.

Die Vision von ERIFORE ist es, Europa weltweit an die Spitze im Bereich biobasierter Forschung und Innovation zu bringen: Durch die Optimierung von Forschungsnetzwerken soll eine frei zugängliche Infrastruktur geschaffen werden, die den wissenschaftlichen Austausch rund um das Thema Bioökonomie fördert. Der Fokus liegt dabei auf Themen, welche die „Circular Forest Bioeconomy" fördern.

Damit soll ermöglicht werden, dass wissenschaftliche Entwicklungen in neue Businessmodelle, neuartige Produkte und Dienstleitungen überführt werden können und damit zu einem nachhaltigem Wachstum beizutragen.

Vielfältige Projektpartner

Das Team Marktanalyse und Innovationsforschung (MAIF) unter der Leitung von Dr. Tobias Stern arbeitet mit zwölf weiteren renommierten Forschungspartnern (z.B. VTT, Uni Aalto, Fraunhofer ICT/CBP, SP Processum, KTH, SINTEF) aus acht verschiedenen Ländern zusammen.

Arbeitspakete von Wood K plus

Das Team MAIF ist verantwortlich für das Arbeitspaket „Foresight, concept and case studies, bottle neck analysis". Darin wird der aktuelle Status der europäischen Entwicklungen im Bereich Chemikalien, Materialien, sowie Bioraffinerie und Recyclingkonzepte erfasst, sowie bis zu vier Fallstudien behandelt. Wood K plus arbeitet innerhalb dieses Arbeitspakets an zwei essentiellen Aufgaben:

1. Die Darstellung der Forschungs-Infrastruktur Kapazitäten und einer darauf aufbauender Engpassanalyse.

2. Eine Kartierung der europäischen Bioökonomie hinsichtlich relevanter Anlagen in Europa.

Darüber hinaus ist Wood K plus in die meisten anderen Arbeitspakete eingebunden.


Bild: The Circular Forest Bioeconomy concept

© Wood Kplus