01. April 2021

LCM: Mehr Wein durch Digitalisierung

Die Digitalisierung macht vor keinem Bereich halt – auch nicht vor der Landwirtschaft. Auch das Linz Center of Mechatronics leistet dazu seinen Beitrag. In einem von der Europäischen Kommission geförderten Projekt wird ein Weingarten in Ungarn zum Testgebiet.

Wo macht der Einsatz von Technologie Sinn? Das sind Themen, die Landtechnik- und Agrar-Spezialisten intensiv beschäftigen. Auch Linz Center of Mechatronics tüftelt daran, wie die Landwirtschaft der Zukunft aussehen kann. Transfarm 4.0 wurde das Projekt getauft, für das die Europäische Kommission Fördermittel zur Verfügung stellt. „Wir sind federführend bei der Umsetzung einer Lösung zur automatisierten Überwachung von Pflanzen- und Umgebungs-Faktoren im Weingarten“, erzählt Martin Scherhäufl, der bei den Linzern in der Abteilung für Sensorik und Kommunikation den Bereich Signale leitet und bei Transfarm 4.0 für die Digitalisierung des Weingartens verantwortlich ist.

Im Frühjahr sollen die Sensoren, die etwa Boden- und Luftfeuchte sowie Blatttemperatur messen, in Ungarn installiert werden. „Durch die Analyse der Daten soll der Ertrag und die Qualität der Weinreben verbessert werden“, so Scherhäufl. Das Projekt endet im Juni 2022, die Oberösterreicher und die Ungarn wollen aber auch darüber hinaus den Weingarten mit smarter Technik ausstatten. Scherhäufl denkt überhaupt schon einen Schritt weiter: „Das System könnte auch in anderen Umgebungen eingesetzt werden – zum Beispiel in Obstgärten, im Ackerbau oder in der Waldwirtschaft.“

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