20. Dezember 2018

PCCL: „RETINA“ ermöglicht Einzigartiges in Österreich

„Nanoindentation“ ist vielleicht nicht für jeden ein Begriff, ist aber im Bereich der Materialcharakterisierung für Metalle (dh. sehr harten Materialien) und auch sehr weichen Materialen (zB. Biomaterialien) eine bekannte Methode zur mechanischen Charakterisierung bzw. Härtebestimmung.

Aber wenn es zu Härtegraden im mittleren Bereich wie zB. bei Kunststoffen kommt, konnte diese Methode bis jetzt nur mit Einschränkung Anwendung finden. Bis jetzt! Die Polymer Competence Center GmbH (PCCL) hat im Rahmen des Österreich-Slowenischen INTERREG Infrastrukturnetzwerkprojektes „RETINA“ die Möglichkeit erhalten, seine Kompetenzen um diese in Österreich einzigartige Charakterisierungsmethode für Kunststoffe zu erweitern. Im Rahmen des RETINA Projektes wird am PCCL das Ultra-Nanoindentation-Messsystem UNHT3 von Anton Paar nicht nur im Hinblick auf die Software angepasst, sondern auch eine operative Adaptierung für Kunststoffe entwickelt. Hierfür konnte auch eine neue PCCL-Mitarbeiterin gewonnen werden. „Der Vorteil von Nanoindentation gegenüber bisherigen Methoden ist die Anwendungsmöglichkeit im Nanometerbereich, dh. Charakterisierung von sehr kleinen Proben (geringer Materialbedarf) bzw. auch von sehr dünnen Schichten (siehe Mikroelektronik)“ zeigt sich DI Petra Christöfl über ihren neuen Aufgabenbereich begeistert. Das PCCL sieht in diesem Projekt nicht nur einen wissenschaftlichen Mehrwert, sondern auch die Möglichkeit für die Industrie, die Lücke in der Nanoindentation von verschiedensten Polymeren mittels einer einheitlichen Methode zu schließen.

(c) Foto PCCL: Neue PCCL Mitarbeiterin Petra Christöfl am Nanoindenter von Anton Paar