09. März 2020

Profactor: Flexibilität und Sicherheit in der Smart Factory

Die kollaborative Robotik gilt als die Zukunft der Produktionsindustrie. Der Erfolg der digitalen Fabrik basiert auf der bestmöglichen Symbiose von Mensch-Maschine und deren dynamischer Zusammenarbeit. Flexibilität und Sicherheit solcher Assistenzsysteme sind dabei besonders ausschlaggebend.

Module für viele Einsatzzwecke

Modulare Assistenzsysteme sollen künftig flexibel eingesetzt werden können und Fachkräfte bestmöglich bei unterschiedlichen Produktionsschritten unterstützten. An der Entwicklung solcher Module für viele Einsatzzwecke arbeitet die Steyrer Forschungsschmiede PROFACTOR im Rahmen des Leitprojekts MMAssist II. Dabei geht es darum, den Menschen einerseits monotone sowie belastende Arbeiten abzunehmen und ihnen zudem zu helfen, die immer größer werdende Variantenvielfalt zu bewältigen. Auf Basis einer umfassenden Analyse der Anforderungen werden sogenannte „Assistenz Units“ erarbeitet – modulare Grundbausteine für Assistenzsysteme, die in verschiedenen Anwendungsbereichen wiederverwendet werden können. Mehrere Assistenz Units sollen dann mittels eines Software-Frameworks flexibel zu einem Assistenzsystem zusammengespannt werden können. Über 20 hochkarätige Partner aus Industrie und Wissenschaft sind bei diesem Projekt mit an Bord.

Sicherheit im Fokus

Ein wesentlicher Aspekt bei der kollaborativen Zusammenarbeit von Mensch und Maschine ist es, die Sicherheit der Fachkräfte zu gewährleisten. Daher bedürfen solche Systeme einer genauen Sicherheitszertifizierung, die aktuell sehr aufwendig ist und eine Vielzahl an manuellen Messungen mit sich bringt. Um diese Sicherheitszertifizierung weiter zu optimieren, arbeitet PROFACTOR in dem Projekt HoliSafeMRK – Holistische Sicherheitskonzepte für Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) – gemeinsam mit Partnern aus der Industrie an der Entwicklung einer Software für eine standardisierte Sicherheitsbewertung von MRK-Assistenzsystemen. Mit dieser Software sollen künftig das Arbeitsumfeld und die Abläufe simuliert werden können, um somit potenzielle Gefahrenstellen zu erkennen und zu bewerten. Das leicht zu bedienende Softwarewerkzeug soll flexibel einsetzbar sein. Insbesondere klein- und mittelständischen Betrieben soll damit die Automatisierung ihrer Produktion einfacher gemacht werden.

Foto: UAR / Fotografin: Maria Kirchner
(Kollaboration von Mensch und Maschine)