07. März 2018

PROFACTOR präsentiert „Endoskop“ für die Luftfahrtindustrie

Best Practice: Null-Fehler-Produktion
Mit dem H-Scan zu optimalen Prozessparametern

Der Leichtbau ist in der Flugzeugindustrie ein entscheidendes Thema. Auch tragende Bauteile werden zunehmend aus Faserverbundstoffen hergestellt. Die Bearbeitung des Materials – zum Beispiel Carbon – und damit einhergehend die Qualitätskontrolle sind Herausforderungen. Ein Airbus hat unzählige Bohrlöcher. Bislang beschränkte sich die visuelle Prüfung auf den Ein- und Ausgang der Bohrlöcher. 

PROFACTOR hat im Auftrag von Airbus und gemeinsam mit dem Luftfahrt-Zulieferer FACC den Sensor H-Scan entwickelt. Er funktioniert wie ein Endoskop. PROFACTOR hat dabei einen kamerabasierten Sensor entwickelt, der in Bohrlöchern von minimal 4 Millimetern Durchmesser eingesetzt werden kann. An der Spitze des Endoskops befinden sich sechs regelbare Lichtquellen. Sie liefern Photometric Stereo-Aufnahmen, die von einer Bildverarbeitungs-Software ausgewertet werden. PROFACTOR kann dabei auf seine langjährige Erfahrung mit Machine Vision und Faserverbundwerkstoffen zurückgreifen.

H-Scan zur Festlegung von Parametern für den Prozess

Der H-Scan kann manuell oder robotisch zur Serienprüfung eingesetzt werden. Über die Detektion von Fehlern hinaus ist der H-Scan ein Instrument zur Optimierung des Prozesses. Der H-Scan liefert Daten, mit denen die wesentlichen Parameter der Produktion ressourcenschonend festgelegt werden können. Im konkreten Fall lässt sich mit dem H-Scan feststellen, welches Werkzeug, welche Drehzahl und welcher Vorschub eine optimale, ressourcenschonende und effiziente Fertigung ermöglichen.

Der H-Scan ist nicht nur für die Produktion von Faserverbundbauteilen relevant. Das Setup von Sensorik und Software ist auch bei Metall- oder Metallverbundbauteilen einsetzbar.

PROFACTOR ist auf der JEC World 2018 – die Internationale Leitmesse für Verbundwerkstoffe – mit dem Thema Zerstörungsfreie Inspektion vertreten (Halle 5A, Stand R84). Die Messe findet von 6. bis 8. März in Paris statt.

Bild © Upper Austrian Research: Hartwig Zögl