12. Juli 2018

RECENDT und TCKT starten neue Projekte in der Energieforschung

Die Forschungseinrichtungen RECENDT – Research Center for Non Destructive Testing GmbH und TCKT – Transfercenter für Kunststofftechnik GmbH haben im Rahmen des „OÖ. Energieforschungsprogramms 2018“ einen Zuschlag für innovative Projekte im Bereich der Energieforschung erhalten.

Echte CO2-Werte auf der Straße messen
Unter dem Projekttitel ‚OnRoadCO2‘ erforscht RECENDT eine neuartige Technologie zur Messung von CO2-Emissionen von Fahrzeugen im laufenden Straßenverkehr. Bei Normalbetrieb der Fahrzeuge ergeben sich oftmals deutlich höhere Verbrauchswerte als bei den von der EU vorgeschriebenen Testverfahren in den Labors. Diese Methode wird es ermöglichen, die Abgaswerte unter realen Bedingungen zu bestimmen bzw. zu kontrollieren.

Glasflächen als Schattenspender
Im Projekt ‚EMU-Spiro‘ entwickelt TCKT spezielle Farbstoffe, welche bei unterschiedlicher Intensität der Sonnenstrahlung (UV-Licht) mit einer Veränderung des Farbtons reagieren – sogenannte photochrome Spirofarbstoffe. Diese Farbstoffe sollen dazu eingesetzt werden, Fenster und Glasfronten in Gebäuden bei Sonneneinstrahlung entsprechend abzuschatten bzw. abzudunkeln. Dadurch wird der Bedarf, Räume entsprechend zu kühlen bzw. zu heizen optimiert und die Energieeffizienz von Gebäuden deutlich verbessert.

3 Mio. Euro für Energie-Grundlagenforschung von zehn oö. Forschungseinrichtungen
Insgesamt acht Projekte von zehn Forschungseinrichtungen bekamen einen Zuschlag beim „OÖ. Energieforschungsprogramm 2018“. Diese werden mit insgesamt 3 Millionen Euro Fördermittel unterstützt.

„Die eingereichten Projekte haben gezeigt, dass die oberösterreichischen Forschungseinrichtungen innovative und zukunftsweisende Energieforschung auf höchsten Niveau betreiben und einen wesentlichen Beitrag zu einer effizienteren Nutzung von Energie und zur Dekarbonisierung leisten“, zeigt sich LH-Stv. Dr. Michael Strugl von den eingereichten Forschungsprojekten beeindruckt. Aus seiner Sicht gehen dabei einmal mehr Klimaschutz und die Wettbewerbsfähigkeit des Industrie- und Wirtschaftsstandortes OÖ Hand in Hand: „Aufbauend auf dieser Grundlagenforschung können oö. Unternehmen Technologieführerschaften und damit einen Wettbewerbsvorsprung erreichen. Zudem kann Oberösterreich dadurch international noch mehr Sichtbarkeit erlangen“, so LH-Stv. Strugl.