10. Oktober 2021

SAL: Spitzenforschungszentrum eröffnet neuen Standort in Linz

„Indus­trie 4.0“, „Fabrik der Zukunft“, „Smart Factory“ – die Digi­ta­li­sie­rung verän­dert die produ­zie­rende Wirt­schaft grund­le­gend. Die nächste Gene­ra­tion der Draht­los­kom­mu­ni­ka­tion, auch 6G genannt, wird eine Maschine-zu-Maschine-Kommu­ni­ka­tion nahezu in Echt­zeit ermög­li­chen. Das eröffnet völlig neue Geschäfts­chancen für die digi­ta­li­sierte indus­tri­elle Produk­tion. Obwohl voraus­sicht­lich erst gegen Ende des Jahr­zehnts markt­reif, wird bei Silicon Austria Labs (SAL) in Linz bereits jetzt an den grund­le­genden Tech­no­lo­gien für 6G geforscht. Mit dem Umzug in neue Labor- und Büro­räum­lich­keiten im Science Park 4 werden Team und Kapa­zi­täten derzeit weiter ausge­baut.

„Mit der Forschung an der neuen Mobil­funk­ge­ne­ra­tion 6G entwi­ckelt Silicon Austria Labs Schlüs­sel­tech­no­lo­gien für die drahtlos vernetzte Fabrik der Zukunft. Der Wirt­schafts- und Inno­va­ti­ons­standort Ober­ös­ter­reich hat damit einen wich­tigen Player an der Schnitt­stelle von Wirt­schaft und Wissen­schaft dazu­ge­wonnen“, so der ober­ös­ter­rei­chi­sche Wirt­schafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner im Rahmen der Eröff­nungs­feier im Science Park 4. „Mit der Betei­li­gung Ober­ös­ter­reichs über die Upper Austrian Re­search GmbH an den Silicon Austria Labs möchten wir Linz als Zentrum für die 6G-Forschung etablieren, um die Basis unserer Wert­schöp­fung für die Zukunft abzu­si­chern.“

SAL, dessen Mehr­heits­ei­gen­tü­merin die Repu­blik Öster­reich ist, arbeitet eng mit der JKU sowie heimi­schen Unter­nehmen zusammen: Koope­ra­tive Projekte werden von SAL kofi­nan­ziert und ermög­li­chen einen unbü­ro­kra­ti­schen und schnellen Projekt­start.„Um im globalen Wett­be­werb an der Spitze bestehen zu können, benö­tigen heimi­sche Betriebe Forschung auf Welt­ni­veau. Da diese jedoch sehr kapi­tal­in­tensiv ist, braucht es sowohl private als auch öffent­liche Inves­ti­tionen. SAL wurde gegründet, um Unter­nehmen mit erst­klas­sigen Forschungs­teams und entspre­chender Infra­struktur zu unter­stützen und dadurch Wett­be­werbs­vor­teile am Welt­markt zu erzielen“, erklärt Ingolf Schädler, Vorsit­zender des Aufsichts­rates von SAL und ehema­liger Stv. Sekti­ons­chef für Inno­va­tion und Tele­kom­mu­ni­ka­tion im zustän­digen Bundes­mi­nis­te­rium.

„SAL ist auf Wachs­tums­kurs! Mit Pedro Julián konnten wir kürz­lich einen Experten für Künst­liche Intel­li­genz nach Linz holen, der davor an Elite-Unis in den USA und seinem Heimat­land Argen­ti­nien tätig war. In den neuen Räum­lich­keiten haben wir Platz für zumin­dest 30 weitere Forscher*innen aus dem In- und Ausland. Gemeinsam mit ihnen wird das Themen­port­folio von SAL gestärkt, um in die Cham­pions League der Spit­zen­for­schung zu kommen“, so Geschäfts­führer Gerald Murauer.Geleitet wird SAL in Linz von Thomas Lüftner, der über mehr als 20 Jahre Erfah­rung in der EBS-Indus­trie verfügt und entschlossen ist, ein führendes euro­päi­sches Forschungs­zen­trum für 6G zu etablieren: „'Nach dem Spiel ist vor dem Spiel', das gilt beim Fußball. 'Nach 5G ist vor 6G', das gilt sinn­gemäß beim Mobil­funk. Die 6G-Funk­ver­bin­dung muss noch 100-mal schneller werden als 5G. Das Team bei SAL forscht daher bereits auf Hoch­touren an den zugrun­de­lie­genden Tech­no­lo­gien in den Berei­chen Hoch­fre­quenz­technik und Embedded Systems. Wir freuen uns, am neuen Standort neue Kolleg*innen und mit ihnen noch mehr Know-how und Exper­tise dazu­zu­ge­winnen.“

Bild: v.l.n.r. Wilfried Enzenhofer (CEO UAR), Ingrid Rabmer (CFO UAR), Gerald Murauer (CEO SAL), Markus Achleitner (Wirtschafts- und Forschungslandesrat OÖ), Marion Mitsch (CEO FEEI Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie), Ingolf Schädler (AR-Vorsitzender SAL)

(c) Markus Schneeberger