13. Februar 2019

SCCH: ALOHA Meeting - Linz war Hot Spot für künstliche Intelligenz

Vom 5. bis 8. Februar trafen sich internationale Experten und Expertinnen um Zwischenergebnisse des Projektes „ALOHA“ vorzustellen. In diesem erfolgreichen Horizon 2020 Projekt forscht das Software Competence Center Hagenberg (SCCH) unter anderem mit der Universität Cagliari, der ETH Zürich, der Universität von Amsterdam und renommierten Industriepartnern wie z.B. IBM Israel und PKE Electronics AG.

Künstliche Intelligenz ganz einfach integrieren

Aktuelle neuronale Netzarchitekturen für die Künstliche Intelligenz sind sehr mächtig, allerdings auch sehr komplex, rechenintensiv und damit energieaufwändig. Zahlreiche Anwendungen in Industrie, Medizintechnik und Sicherheit beruhen auf sogenannten Embedded Systemen mit eingeschränkten Möglichkeiten für die Implementierung von Algorithmen hinsichtlich Rechenleistung und Energieverbrauch. Das ALOHA-Team forscht an Technologien, bei denen diese Hardware Einschränkungen bereits beim Entwurf berücksichtigt werden können. Das Forschungsziel ist, das maschinelle Lernen so zu optimieren, dass es einfach auf Embedded Systemen in Maschinen integriert werden kann.

Verschiedene Einsatzmöglichkeiten

Die Einsatzmöglichkeiten und die Mächtigkeit Künstlicher Intelligenz ist jedoch stark abhängig von der Verfügbarkeit und der Menge von „Lernmaterial“ für die Algorithmen – den Trainingsdaten. Geeignete Daten sind allerdings oft nur eingeschränkt vorhanden oder die Beschaffung ist mit hohen Kosten verbunden (Stichwort DSGVO). Gerade KMU verfügen nicht immer nicht über große Datenbestände oder die finanziellen Ressourcen, um zu ausreichend Daten zu kommen.

"Der Schlüssel zum Erfolg ist Transfer Learning. Damit könnten große Datenbestände und vortrainierte Modelle auf die verschiedenen Systeme transferiert werden. So können in Zukunft auch mehr KMUs die Möglichkeiten des Maschinellen Lernens nützen, weil Lernvorgänge für eine neue Problemstellung schneller und effizienter als bisher gestaltet werden können", sagt Priv.-Doz. Dr. Bernhard A. Moser, der das Projekt am SCCH leitet.

Details zum Projekt ALOHA

Das von den EU-Evaluatoren mit "höchster Exzellenz" bewertete Projekt wird mit Mitteln des Förderprogramms "Horizon 2020" unterstützt. 14 internationale Partner kooperieren in diesem Projekt. ALOHA bedeutet "software framework for runtime-Adaptive and secure deep Learning On Heterogeneous Architectures". Das Projektbudget beträgt 5 976 415 Euro.

Bilder:

Honorarfrei bei Nennung der Bildquellen

  1. ALOHA LOGO (Bildquelle: ALOHA Konsortium)
  2. ALOHA Workshop in Linz (Bildquelle: SCCH): Mitglieder des ALOHA-Konsortiums beim Informationsaustausch
  3. Priv.-Doz. Dr. Bernhard Moser (Bildquelle: SCCH): Research Coordinator des Software Competence Center Hagenberg sowie Experte für Transfer-Learning