21. Februar 2020

SCCH: Orientierung für KMUs im KI-Dschungel

Die Digitalisierung ist das beherrschende Thema in der fertigenden Industrie. Künstliche Intelligenz – kurz KI – gilt als Game-Changer. Gleichzeitig herrscht insbesondere bei KMUs Verunsicherung angesichts der Komplexität des Themas. Wo sollen Unternehmen ansetzen? Welche Technologien machen Sinn? Orientierungshilfe bietet das grenzüberschreitende Forschungsprojekt KI-NET unter der Leitung des Software Competence Center Hagenberg (SCCH).

Das Forschungsprojekt KI-NET soll künftig KMUs den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Produktions- und Instandhaltungsprozessen erleichtern. Das anwendungsorientiertes Forschungszentrum SCCH möchte dafür den Unternehmen den nötigen Überblick über den aktuellen Stand der Technik verschaffen und konkrete Beispiele für Einsatz passender Technologien aufzeigen.

Dafür wird ein grenzübergreifendes Kompetenz-Netzwerk aufgebaut, welches grundlegende Bausteine für die KI-basierte Optimierung untersucht und erforscht. Das generierte Wissen gibt Orientierung darüber, in welchen Bereichen der industriellen Fertigung KI nutzbringend eingesetzt werden kann, wie KI-basierte Fertigungssysteme aufgebaut werden können und welche Technologien, Methoden und Verfahren dazu nötig sind.

Im Rahmen des Projekts werden drei Software-Prototypen als Best-Practice-Beispiele entwickelt: Digitale Zwillinge, Lernende Systeme und Systems Engineering. Anhand der Prototypen kann exemplarisch gezeigt werden, wie diese in der industriellen Fertigung eingesetzt werden können. KMU können sich mit ihren Fragestellungen an das Konsortium wenden und erhalten dort Beratung, welches die passende oder beste Methode für ihren Use Case ist.

Das im Rahmen des INTERREG Österreich-Bayern Programms 2014-2020 geförderte Projekt mit einer Laufzeit von 30 Monaten und einem Budget von 1,32 Mio Euro hat Anfang des Jahres den Zuschlag erhalten. Österreich und Bayern haben eine sehr gut aufgestellte KMU Landschaft im Bereich Produktion und Fertigung von Produktionsanlagen. Auf dieser gemeinsamen Stärke wird aufgesetzt und mit insgesamt fünf wissenschaftlichen Partnern aus Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Bayern geforscht. Die Partner sind die FH Salzburg, Hochschule Kempten, Technische Hochschule Rosenheim und die Universität Innsbruck. Als erfahrener Player im UAR Innovation Network koordiniert SCCH das länderübergreifende Projektkonsortium.

Bild: Kick-Off Meeting für das länderübergreifende Interreg-Projekt KI-NET am SCCH Hagenberg.

vlnr: Mario Pichler (SCCH), David Gabauer (SCCH), Georg Buchgeher (SCCH), Bernhard Freudenthaler (SCCH), Anna Fensel (Universität Innsbruck), Kai Höfig (TH Rosenheim), Jorge Martinez-Gil (SCCH), Dirk Jacob (HS Kempten), Stefan Huber (FH Salzburg) (c) SCCH

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